Jakobi spendet für das Frauenhaus Rheine

Am 20. April besuchte der Diakonieausschuss der Jakobi-Gemeinde das Frauenhaus Rheine und hatte im Gepäck einen Scheck über 1.500 €, der zweckgebunden für die Anschaffung von zwei Waschmaschinen, einem Fax-Kopierer und einem Laptop genutzt wurde.

Das Frau­en­haus Rhei­ne ist eine Einrichtung des Diakonischen Werkes im Ev. Kirchenkreis Tecklenburg. Es bie­tet Frau­en und ihren Kin­dern, die von Män­nern kör­per­li­ch, see­li­sch und sexu­ell miss­han­delt wer­den oder von Miss­hand­lung bedroht sind ­­­— schnell und unbü­ro­kra­ti­sch – Schutz, Unter­kunft und Hil­fe.

Ins­ge­samt können 8 Frau­en, auch mit Kindern, unab­hän­gig von ihrer Her­kunft, ihrer Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit und ihrem Auf­ent­halts­sta­tus, auf­ge­nom­men wer­den.

Jede Frau ver­sorgt sich und ihre Kin­der selbst. Das Leben in der Gemein­schaft bie­tet die Mög­lich­keit, ande­re Frau­en mit ähn­li­chen Erfah­run­gen ken­nen zu ler­nen, sich mit ihnen aus­zu­tau­schen und sich gegen­sei­tig zu unter­stüt­zen.

Die langjährige Leiterin Sabine Fischediek berichtete eindrucksvoll von ihrer täglichen Arbeit und der ihres Teams aus zwei Sozialarbeiterinnen, einer Erzieherin und einer Hauswirtschafterin. Stefan Zimmermann (Vorstand Diakonisches Werk Tecklenburg) erläuterte den (nicht immer stolperfreien) Weg der Finanzierung dieser Arbeit durch die politischen Gremien.

Es ist für Außenstehende schwer erträglich, welches Leid Frauen und deren Kinder durch Übergriffe ihrer Ehemänner oder Partner durchleben und zumeist erst nach Jahren der Demütigung die Kraft finden, sich auf den Weg zu begeben, um Hilfe zu bekommen. Ein Teil derjenigen, die das Frauenhaus wieder verlassen, findet in einer neuen Umgebung zur Selbständigkeit und Unabhängigkeit. Ein leider großer Teil geht aber auch wieder zurück in der Hoffnung, dass sich Besserung einstellt.

In diesem Jahr existiert das Rheiner Frauenhaus 30 Jahre und es ist so notwendig wie am Anfang, es wird auch in Zukunft dringend benötigt, genauso wie das Engagement seiner Mitarbeiterinnen und die finanzielle Unterstützung durch Land NRW, Kreis Steinfurt, Diakonisches Werk Tecklenburg und die Spendenbereitschaft der Bevölkerung.